

Jung und kriminell - Ein Blick in
die Innenwelt von Täter:innen
Es sind junge Menschen, die Straftaten begehen - keine Monster. Wer junge Straftäter:innen verstehen will, darf sie nicht entmenschlichen.
Nur wer hinschaut, kann verändern.
Nur wer versteht, kann verhindern.
Verstehen statt verurteilen -Jugendkriminalität und Täter:innenarbeit,
fundiert, differenziert und praxisnah erklärt!

Jugendkriminalität neu denken
Jugendkriminalität bewegt, polarisiert und verunsichert. Kaum ein anderes Thema wird in der Öffentlichkeit so emotional diskutiert – und so oft verkürzt dargestellt. Während Schlagzeilen von „immer brutaleren Jugendlichen“ sprechen, zeigen wissenschaftliche Analysen ein deutlich differenzierteres Bild.
Wenn in der Boulevardpresse über jugendliche Gewalttäter berichtet wird, entsteht häufig das Bild von „gefährlichen jungen Menschen“, deren Ver-halten Angst und Empörung auslöst.
Doch Jugendliche, die straffällig werden, sind keine homogene Gruppe. Solche Darstellungen vereinfachen ein hochkomplexes Thema und verdeck-en die eigentlichen Ursachen von Gewalt.
In der öffentlichen Debatte über Jugendkriminalität dominieren Emotionen statt Sachlichkeit. Schuld, Strafe und Empörung bestimmen die Schlagzeilen – während wissenschaftliche Erkenntnisse aus Psychologie, Sozialer Arbeit, Soziologie oder Kriminologie kaum Gehör finden.
Wer Jugendkriminalität verstehen will, muss über Schuld und Strafe hinaus-denken. Es geht um Entwicklung, Verantwortung und Beziehung – um das Spannungsfeld zwischen Erziehung, Sanktion und Prävention. Nur durch ein vernetztes, interdisziplinäres Verständnis von Jugendkriminalität kann nach-haltige Prävention gelingen.
Es braucht weniger schnelle Urteile und mehr differenzierte Perspektiven. Sowie die Bereitschaft zuzuhören und den Mut zu haben Erklärungsmuster zu hinterfragen.
| Täter:innenarbeit verstehen
Ein differenziertes Verständnis von Jugendkriminalität erfordert die Analyse der Entwick-lungsbedingungen junger Menschen, die Gewalt ausüben oder Straftaten begehen. Ein kriminologischer Zugang berücksichtigt daher nicht nur strukturelle Rahmenbeding-ungen, sondern ebenso individuelle biografische Verläufe, kognitive Muster und psycho-dynamische Prozesse, die delinquentes Verhalten beeinflussen.
Gewalt entsteht in der Regel nicht isoliert. Sie entwickelt sich im Zusammenspiel von Entwicklungs- und Bindungserfahrungen, sozialen Kontextfaktoren, belasteten Biogra-fien, Beziehungsmustern und kognitiven Verzerrungen. Täter:innenarbeit setzt an diesen Mechanismen an: Sie macht deliktfördernde Muster und Motivlagen sichtbar, fördert Ein-sichtsprozesse und unterstützt den Aufbau alternativer, realitätsangemessener Hand-lungsstrategien – ohne die Tat zu relativieren oder die Perspektive der Betroffenen aus-zublenden.
Veränderungsprozesse lassen sich nur dann professionell begleiten, wenn Täter:innen-logiken, Abwehrmechanismen und Risikodynamiken verstanden und realistisch einge-schätzt werden. Eine evidenzbasierte Täter:innenarbeit eröffnet jungen Menschen Ent-wicklungschancen, verringert Rückfallrisiken und trägt zum Schutz potenzieller Opfer bei.
Ein reflektierter fachlicher Umgang mit Gewalt setzt voraus, dass Fachkräfte verstehen, wie delinquente Handlungen entstehen und durch welche Faktoren Rückfälle begünstigt oder verhindert werden. Die eigene Perspektive auf Täter:innen, Betroffene und Taten prägt dabei maßgeblich das professionelle Handeln – in pädagogischen, psychosozialen, polizeilichen oder juristischen Kontexten.
| Und Sie? Welche Perspektive nehmen Sie ein, wenn
Sie über Jugendkriminalität sprechen?
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Wie blicken Sie auf Kriminalität?
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Auf junge Menschen, die straffällig geworden sind?
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Was empfinden Sie als gerecht - und warum?
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Welche Vorstellungen haben sie von Täter:innen - und welche von Opfern?
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Welche Rolle spielen Sie selbst in diesem System?
Professionelles Handeln im Kontext von Jugendkriminalität wird wesentlich durch eigene Wahr-nehmungs- und Bewertungsmuster geprägt. Unterschiedliche Arbeitsfelder – etwa Polizei, Soziale Arbeit oder Justiz bringen jeweils spezifische Perspektiven und Mandate mit sich. Eine bewusste Reflexion dieser Zugänge erleichtert es, komplexe Situationen einzuordnen und Entscheidungen fach-lich fundiert zu begründen.
Es lohnt sich, die eigene Perspektive zu hinterfragen, denn:
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Sehen Sie in Täter:innen vor allem die Tat- oder auch die dahinterliegenden Geschichten und Dynamiken?
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Geht es Ihnen vorrangig um Sanktion - oder um Verstehen, um Veränderung zu ermöglichen?
Prävention beginnt dort, wo wir bereit sind zuzuhören, bevor wir urteilen.
| Mein Ansatz
Wer Jugendkriminalität verstehen will, muss hinschauen – nicht nur auf Taten, sondern auf Lebenswege.
Dabei geht es mir darum, Kriminalität differenziert zu betrachten und die Dynamiken zu verstehen, die zu Gewalt und Straftaten führen.
Mein Ansatz verbindet wissenschaftliche Erkenntnisse mit praxisorientierter Fallarbeit. Ich arbeite an der Schnittstelle von Kriminologie, Sozialer Arbeit, Psychologie, Polizei und Jugendstrafrecht – dort, wo unterschiedliche Systeme aufeinandertreffen und professionelles Handeln gefordert ist. Dabei entstehen Perspektiven, die Verstehen und Handeln miteinander verknüpfen. Ein besonderer Fokus liegt auf Täter:innenarbeit: auf der Frage, wie wir junge Menschen begleiten können, die Gewalt ausüben oder straffällig werden, und wie Veränderungsprozesse realistisch gefördert werden können.
Mein Angebot umfasst Impulsvorträge, die sensibilisieren, interaktive Workshops, die konkrete Handlungskompetenzen vermitteln, sowie maßgeschneiderte Weiterbildungen, die Prävention und Intervention in verschiedenen Arbeitsfeldern gezielt unterstützen.
Ich arbeite nicht mit einfachen Erklärungen oder Schuldzuweisungen. Stattdessen richte ich den Blick auf Muster, Ursachen und Bedingungen – und auf die Fähigkeit von Menschen, sich zu entwickeln und zu verändern, wenn wir mit ihnen arbeiten.
Hi, ich bin Joemie Mißfeldt – Kriminologin (M.A.) mit dem Schwerpunkt Kriminalprävention, Sozialarbeiterin (B.A.), zertifizierte Traumapädagogin und ausgebildete Gestaltungstechnische Assistentin.
Mich beschäftigen seit vielen Jahren die Fragen, warum Menschen Gewalt ausüben, welche Lebensumstände zu abweichendem Verhalten beitragen und wie Fachkräfte angemessen darauf reagieren können, ohne vorschnell zu urteilen. Diese Fragen haben mich in verschiedene berufliche Bereiche geführt: in die stationäre Kinder- und Jugend-hilfe, als Diversionsmittlerin in einer Polizeidirektion, die stationäre Arbeit mit straffällig gewordenen Jugendlichen und Heranwachsenden sowie in die Jugendgerichtshilfe.
Diese Erfahrungen haben mir verdeutlicht, wie komplex Kriminalität tatsächlich ist – und wie bedeutsam es ist, sowohl die Personen hinter den Straftaten als auch die institutio-nellen und gesellschaftlichen Rahmenbedingungen zu verstehen, in denen Entscheidun-gen getroffen werden. Ich weiß, wie herausfordernd es sein kann, in belastenden Situationen handlungssicher, fachlich fundiert und gleichzeitig empathisch zu bleiben.
Inhaltlich liegen meine Schwerpunkte in der Analyse von Gewalt- und Tötungsdelikten, Jugendkriminalität, Kriminalprävention sowie der Täter:innenarbeit. Zudem setze ich mich intensiv mit medialer Kriminalberichterstattung und ihren gesellschaftlichen Wirk-ungen auseinander.
In meiner Arbeit ist es mir wichtig, komplexe Dynamiken nachvollziehbar zu machen – etwa in der praktischen Täter:innenarbeit, bei der Risikoeinschätzung oder bei der Ana-lyse gesellschaftlicher Wahrnehmungsmuster. Dabei geht es mir stets darum, Räume für reflektiertes und professionelles Handeln zu schaffen.
Meine akademische Ausbildung und meine berufliche Praxis ermöglichen es mir, Situationen sowohl kriminologisch als auch sozialpädagogisch zu betrachten. Diese Verbindung hilft mir, Entwicklungen differenziert einzuordnen, Risiken realistisch zu bewerten und wirksame, praxistaugliche Methoden zu entwickeln.
Genau diese Erfahrungen und Perspektiven bilden die Grundlage meiner Arbeit – und prägen die Art und Weise, wie ich Wissen vermittle und Fachkräfte in ihrer Praxis unterstütze. In meinen Vorträgen, Workshops und Weiterbildungen vermittle ich komplexe Inhalte verständlich, evidenzbasiert und anwendungsorientiert.

| Von der Theorie in die Praxis
Wer Jugendkriminalität verstehen will, braucht fundiertes Wissen, eine reflektierte Hal-tung und klare Handlungskompetenzen. Genau hier setzt meine Arbeit an.
Meine Fort- und Weiterbildungsangebote richten sich an alle Fachkräfte, die mit straffällig gewordenen Jugendlichen, gefährdeten jungen Menschen oder deren Umfeld arbeiten. Im Mittelpunkt steht der Transfer wissenschaftlicher Erkenntnisse in die praktische Fall-arbeit – für eine wirksame, realitätsnahe und verantwortungsorientierte Prävention und Intervention.
Ich unterstütze Fachkräfte dabei, Täter:innenverhalten und (Jugend-) Kriminalität differ-enziert einzuordnen, Risikodynamiken zu verstehen und Handlungssicherheit für heraus-fordernde Situationen zu gewinnen. Dabei geht es vor allem darum, das eigene profes-sionelle Profil zu schärfen und die Möglichkeit zu erhalten, sich theoretisch und praxisnah mit zentralen Themen der Täter:innenarbeit, Jugendkriminalität und Kriminalprävention auseinanderzusetzen.
Mein Weiterbildungsangebote richtet sich an Fachkräfte aus den Bereichen:

Man lernt nie aus!

So läuft die Zusammenarbeit ab:
1. Kostenloses Kennenlerngespräch
In einem unverbindlichen Erstgespräch klären wir Ihre Ziele und Bedarfe im Umgang mit Jugendkriminalität.
Auf dieser Grundlage entwickle ich ein pass-genaues Angebot, das sich an Ihrer Ziel-gruppe, Ihren Fragestellungen und den spezi-fischen Anforderungen Ihres Arbeitsfeldes orientiert.
2. Maßgeschneiderte Maßnahme
Ich entwickle Weiterbildungsinhalte, die an den Erfahrungen und Fragestellungen der Teilneh-menden anknüpfen.
Im Mittelpunkt steht die Übertragung wissen-schaftlicher Erkenntnisse in verständliche, pra-xisnahe Konzepte, die im beruflichen Alltag tragfähig sind.
Eine passgenaue Gestaltung ist dabei zentral, denn nur so lassen sich Prävention, Interven-tion und Handlungskompetenzen wirksam ver-binden.
3. Detaillierte Nachbereitung
Nach dem Seminar endet die gemeinsame Arbeit nicht.
Ich bereite alle Inhalte sorgfältig nach und er-gänze:
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aufkommende Fragen aus der Gruppe,
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praxisrelevante Hinweise und
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Aspekte, die im Austausch während der Veranstaltung entstanden sind.
So bleibt das Erarbeitete (nachhaltig) nutzbar und kann in den beruflichen Alltag übertragen werden.









